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Und falls
irgend etwas unklar sein sollte:
einfach einen Hockeyspieler in deiner Nähe fragen!!!
Kleine Regelkunde für (Feld-) Hockey
Hockey mag für manchen Betrachter als gefährlicher Sport erscheinen,
zumal mit Schlägern gespielt wird und der Ball recht hart erscheint.
In Wirklichkeit ist Hockey aber weit weniger gefährlich als
andere Sportarten.
So haben vergleichende Untersuchungen gezeigt, dass Fußball
und Basketball, und auch Eishockey viel unfallträchtiger sind.
Das für den Laien anfänglich etwas komplizierte Regelwerk ist
nämlich so konzipiert, dass der Großteil möglicher Gefahrenquellen
beseitigt wird. Durch diese strengen Regeln wird erreicht, dass
die Spieler besonders geschützt sind. Ein Hockeymatch wird zwischen
2 Mannschaften mit je 11 Spielern (10 Feldspieler, 1 Tormann)
ausgetragen. Zusätzlich dürfen noch bis zu 5 Spieler auf der
Ersatzbank sitzen. Diese dürfen jederzeit, auch wiederholt,
gegen einen aktiven Spieler eingetauscht werden.
Gespielt wird bei Erwachsenen-Bewerben 2 x 35 Min.
Geleitet wird das Spiel von 2 gleichberechtigten Schiedsrichtern.
Das Spielfeld wird durch 3 Linien (eine Mittellinie und zwei
Viertellinien) unterteilt. Vor jedem Tor ist ein Schußkreis
und darin ein 7m-Punkt markiert.
Ein Tor kann nur dann erzielt werden, wenn der Ball von einem
Angreifer innerhalb des Schusskreises ins Tor gespielt wird.
Der Ball hat ungefähr die Größe eines Tennisballes und besteht
aus Hartplastik. Er darf nur mit der flachen Seite des Schlägers
gespielt werden. Dem Torwart ist es als Einzigem erlaubt, den
Ball mit dem Körper bzw. dem Fuß abzuwehren (allerdings nur
im Schusskreis; auch darf der Torwart den Ball nicht fangen
und festhalten). Hoch gespielte Bälle sind bei Torschüssen erlaubt,
ansonsten nur dann, wenn kein Mitspieler gefährdet wird. Weiters
darf der Ball nicht im Stehen mit dem Körper vor dem Gegner
abgeblockt werden ("Gesperrt Regel").
Ein Vergehen wird mit einem Freischlag für die gegnerische Mannschaft
bestraft.
Ein absichtliches Vergehen innerhalb der Viertellinie bzw. ein
Vergehen innerhalb des Schusskreises wird mit einer Kurzen Ecke
bestraft. Bei der Ausführung der Kurzen Ecke darf der Ball nicht
höher als das Torbrett (45cm, „Bretthöhe“) in das Tor geschlagen
werden; nur Schlenzbälle sind höher erlaubt.
Bei einem Seiten-Out wird der Ball vom Gegner an der entsprechenden
Stelle wieder ins Spiel gebracht. Bei einem Tor-Out für die
Angreifer wird eine Lange Ecke verhängt. Hierbei wird der Ball
von einem markierten Punkt auf der Seitenlinie wieder in Spiel
gebracht.
Der Schiedsrichter kann folgende auf nur eine Person bezogene
Bestrafungen vergeben: Grüne Karte = Verwarnung
Gelbe Karte = Zeitausschluss
Rote Karte = Gesamtausschluss
Am Ende der Spielzeit hat jene Mannschaft gewonnen, die mehr
Tore erzielt hat.
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Kleines, humorvolles Hockey-Lexikon
Abpfiff
Den meisten Spielern lieber als ein Anpfiff.
Ende eines Spiels und gleichzeitiger Beginn der endlosen Diskussionen,
wie man selbiges Match mit einer ganz anderen Taktik hätte ganz
locker gewinnen können, anstatt - wie geschehen - ganz klar
zu verlieren.
Alleinunterhalter
Sorte Mensch, die die Kugel nicht mehr vom eigenen Stock lassen
kann, steht der besser postierte Mitspieler auch noch so frei
vor dem Tor. Bei wachsender Zuschauerzahl steigt auch beim Hockey
die Zahl derer, die sich gerne als geniale Solisten präsentieren
wollen. Bande
1. Holzleiste, die die Spielfläche im Hallenhockey begrenzt.
Lässt Hockeyspieler zu Mathematikern werden. Denn wer die Grundformel,
Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel, nicht beherrscht, ist
bei der Zuhilfenahme der Seitenwand total verloren.
2. Wird der Vorstand von den Mitgliedern geschimpft.
Beschimpfung Müssen sich meist die erfolglosen Stürmer vom pöbelnden
Zuschauermob, meist aus alten Hockeysenioren bestehend, gefallen
lassen, wenn sie zum wiederholten Male eine hundertprozentige
Chance verstolperten. (Original Zitate, gesammelt bei U-12 Spielen:
"Die spüln do auf aner Briefmarkn!", "mia san doch net beim
Ballet", "des ane Madel wirst doch no packen!", "die Gegner
müssen sich doch drum streiten ...... zu decken!") Blau-Weiß
Clubfarben des HC Wien , die vom Ausspruch: "Abends bin ich
blau, und morgens weiß ich wieder mal von nix" kommen soll.
Damentrainer
Hat das gleiche Ziel wie ein Casanova: Wartet ständig auf neue
Damen, um mit Ihnen zu spielen - mögen die Motive auch noch
so unterschiedlich sein.
Europacup
Zeigt die Effizienz des Hockeyspiels - während Fußballer eine
ganze Saison lang brauchen, erledigen die Hockeyspieler dies
an einem einzigen Wochenende.
Fernschüsse
Gibt es im Hockey nicht, da erst im Schusskreis gültige Tore
erzielt werden dürfen. Unabsichtliche Fernschüsse sind jedoch
die beste Gelegenheit, die Zuschauer in Hockeyinsider und Laien
unterscheiden zu können.
Die Situation: Der Ball rollt, von der Mitte des Spielfeldes
geschlagen, aufs Tor zu. Der Keeper hebt lässig das Bein und
lässt die Kugel ins Netz passieren. Die Fachleute zeigen keine
Gemütsregung, die Laien springen jauchzend auf: "Tor, Tor!"
Eben nicht.
Hockeyverein
Inzuchtbetrieb. Alle Mitglieder sind eigentlich Väter, Mütter,
Söhne, Töchter, Opas, Omas, Enkel, Tanten, Onkels, Schwager,
Neffen, Nichten oder Cousinen von anderen Mitgliedern. Training
Schlecht besuchte Abendveranstaltung.
Wahlen (z.B. Generalversammlung)
Demokratischer Vorgang, der im Hockey folgendermaßen abläuft:
Einer meldet sich freiwillig bzw., wird zum Freiwilligen bestimmt
und wird danach ohne Gegenstimmung ins Amt gewählt. Applaus.
Wimpel
Ersetzt im Hockey bei Siegerehrungen den in anderen Sportarten
üblichen Scheck in sechsstelliger Höhe für den Gewinner!
(aus dem
Buch Hockey erschienen im Tomus-Verlag) |
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